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So bereitest du dich auf den Neurologen-Termin bei Migräne vor

Bring drei Dinge mit: eine Aufzeichnung deiner Anfälle aus den letzten ein bis drei Monaten, eine vollständige Liste der Medikamente, die du nimmst oder ausprobiert hast, und deine Fragen — schriftlich. Für Migräne gibt es keinen Labortest: Der Termin lebt von deiner Historie, und die Qualität dieser Historie entscheidet über die Qualität des Termins.

Aktualisiert August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Warum Vorbereitung hier mehr zählt als sonst

Es gibt keinen Scan und keinen Bluttest, der Migräne bestätigt. Diagnose und Therapieentscheidungen beruhen fast vollständig auf der Geschichte, die du erzählst — wie oft Anfälle kommen, wie lange sie dauern, wie sie sich anfühlen und was sie mit deinem Leben machen. Ein typischer Termin dauert fünfzehn bis dreißig Minuten, und ein erstaunlich großer Teil davon geht meist dafür drauf, diese Geschichte aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. Alles, was du fertig vorbereitet mitbringst, verwandelt Rekonstruktionszeit in Entscheidungszeit.

Was die Neurologin fragen wird

Die Fragen sind vorhersehbar — und das ist eine gute Nachricht: Du kannst die Antworten parat haben:

Auf „Wie viele Kopfschmerztage im letzten Monat?“ mit „Vielleicht sechs? Oder zehn?“ zu antworten ist normal — das Gedächtnis komprimiert Schmerz —, aber es zwingt die Ärztin, mit einem verschwommenen Bild zu arbeiten. Ein Tagebuch antwortet mit einer Zahl.

Was du mitbringen solltest

  1. Deine Anfallshistorie, zusammengefasst. Idealerweise ein bis zwei Seiten: Kopfschmerztage pro Monat, durchschnittliche Dauer und Intensität, Medikamententage, häufige Symptome und alle Muster. Wenn du dein Tagebuch in Dim führst, stellt die App genau das zusammen — einen arztfertigen PDF-Bericht deiner gesamten Historie mit einem Tipp, zum Ausdrucken oder Zeigen auf dem Bildschirm.
  2. Eine vollständige Medikamenten- und Präparateliste. Aktuelle Verschreibungen, rezeptfreie Schmerzmittel, Vitamine und alles, was du früher gegen Migräne ausprobiert hast. Notiere ungefähr wann und wie lange. Wenn es einfacher ist: Fotografiere die Packungen.
  3. Relevante Vorgeschichte. Frühere Scans oder Befunde, falls vorhanden, und eine Notiz zu Familienmitgliedern mit Migräne — sie liegt stark in Familien.
  4. Deine Fragen, aufgeschrieben. Die Amnesie nach dem Termin ist real. Typische Fragen, die sich lohnen: Ist meine Diagnose episodische oder chronische Migräne? Bin ich gefährdet für Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch? Lohnt es sich, über Prophylaxe zu sprechen? Welche Veränderungen würden ein früheres Wiederkommen rechtfertigen?
Die Zahl, die alle vergessen

Medikamententage pro Monat sind die Antwort, die Ärztinnen am seltensten aus dem Gedächtnis bekommen — und eine der folgenreichsten, wegen des Kopfschmerzes durch Medikamentenübergebrauch. Wenn du vor dem Termin nur eine Sache erfasst, dann die Tage, an denen du etwas gegen den Schmerz nimmst.

Wie ein gedruckter Tagebuch-Bericht den Termin verändert

Eine einseitige Zusammenfassung gleich zu Beginn des Termins zu übergeben bewirkt drei Dinge. Erstens dreht sie das Zeitbudget um: Statt zwanzig Minuten Anamnese überfliegt die Ärztin die Seite in einer Minute und verwendet den Rest auf Interpretation und Optionen. Zweitens verbessert sie die Daten — im Moment protokollierte Einträge schlagen erinnerte Schätzungen, besonders bei Dauer und Medikamententagen, und Muster wie Wetterempfindlichkeit oder zyklusgebundene Anfälle sind sichtbar statt anekdotisch. Drittens verändert sie die Verlaufskontrolle: „Kommen Sie in drei Monaten wieder“ wird messbar, weil der nächste Bericht objektiv zeigt, ob sich die Häufigkeit bewegt hat. Der britische NHS empfiehlt genau aus diesen Gründen ausdrücklich, ein Kopfschmerztagebuch zum Termin mitzubringen.

Ein praktischer Hinweis: Ärztinnen und Ärzte bevorzugen ganz klar eine gedruckte Seite oder ein PDF gegenüber dem Scrollen durch eine App auf deinem Handy. Exportiere, bevor du das Haus verlässt — und wenn die Praxis ein Patientenportal nutzt, schick den Bericht am besten vorab.

Die Woche vor dem Termin

Wenn der Termin bald ist und dein Tagebuch dünn: Erfinde keine Historie — fang jetzt an zu protokollieren und sag offen, dass die Aufzeichnung nur die letzten Wochen abdeckt. Selbst zwei Wochen genauer Einträge schlagen drei Monate Raterei. Und protokolliere danach weiter: Der erste Termin startet meist ein Behandlungsexperiment, und das Tagebuch ist das Instrument, mit dem ihr beide beurteilt, ob es funktioniert hat.

Kurze Antworten

Was ist das eine, nützlichste Ding zum Mitbringen?

Eine einseitige Zusammenfassung deiner letzten ein bis drei Monate: Kopfschmerztage, Medikamententage, typische Dauer und Symptome. Sie macht aus dem Termin statt Erinnern ein Auswerten.

Soll ich das Tagebuch am Handy zeigen oder ausdrucken?

Ausdruck oder PDF. Eine App über den Tisch hinweg durchzuscrollen ist langsam und umständlich; eine Seite, die die Ärztin überfliegen und ablegen kann, passt zum Tempo des Termins.

Was, wenn ich bisher gar nichts erfasst habe?

Fang heute an, auch wenn es nur Tage vor dem Termin sind, und sag es ehrlich. Eine kurze, genaue Aufzeichnung ist wirklich nützlich — und die Gewohnheit zählt noch mehr, wenn es darum geht, die verordnete Behandlung zu bewerten.

Geh mit den Antworten hinein

Dim erfasst deine Anfälle mit automatischem Kontext und macht aus der Historie mit einem Tipp ein arztfertiges PDF — Kopfschmerztage, Medikamententage, Muster und alles Weitere.

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Dim ist ein Tagebuch, kein Medizinprodukt. Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine medizinische Beratung — er diagnostiziert, behandelt und verhindert keine Erkrankung. Wende dich bei Gesundheitsfragen immer an qualifiziertes Fachpersonal.